Ladezeit als Rankingfaktor offiziell
Gestern hat Google im offiziellen Webmaster Central Blog bekannt gegeben, dass auch die Ladezeiten von Webseiten künftig als Kriterium für das Ranking in den Suchergebnissen gilt.
Derzeit gilt dies allerdings nur für englische Suchergebnisse auf google.com – und dort auch nur für weniger als 1% der Suchanfragen. Damit kommt dem Kriterium Website-Speed zwar (derzeit noch ?) nur sehr wenig Bedeutung zu, kann aber trotzdem für die eine oder andere Seite eine Verschlechterung bzw. Verbesserung beim Suchergebnis-Ranking bedeuten.
Es ist davon auszugehen, dass das Kriterium Website-Speed in nächster Zeit ebenfalls auch in das Suchergebnisranking in Deutschland (google.de) und anderen Ländern Einzug halten wird. Auf welche Seiten dies Auswirkungen haben wird und wie stark diese sein werden bleibt also abzuwarten.
Welche Faktoren beeinflussen die Ladezeit einer Webseite?
Da gibt so Einiges, was eine Verlängerung der Ladezeit verursachen kann. Angefangen bei dynamischen Seiten, die bei jedem Aufruf erst aus einer Datenbank generiert werden über (unkompensierte)Bilder bis hin zur “schlechten” Programmierung (z.B. mehrfacher Aufruf von javascript-Routinen) kann man so ziemlich alles aufzählen, was in irgend einer Form mit der Seite zu tun hat.
Auch und gerade externe Inhalten, die in die eigene Seite eingebunden werden, zählen dazu. Dies gilt z.B. für Videos, Feeds, Bilder, Counter und Werbung. Aber auch die google-eigenen Services wie Adsense und Analytics zählen dazu.
Ebenso kann auch die Wahl des Webspaceanbieters bzw. des gebuchten Hostingpaketes Auswirkungen haben. Je nachdem, wie viel oder wenig Seiten bzw. Kunden sich einen Server / eine IP teilen müssen und wie hoch der jeweils verursachte Traffic dieser Seiten ist. Besonders Freehoster (nicht alle) haben nicht in erster Linie die Performance der einzelnen Seiten (Kunden) im Blick, sondern die Kosten – und diese sind natürlich bei “so viele Kunden wie möglich auf so wenigen Servern wie nötig” dementsprechend geringer als bei “für jeden Kunden die beste/optimalste Leistung”.
Kann ich die Ladezeiten meiner Website optimieren?
Natürlich kann und sollte auch jeder selbst Einfluss auf die eigene Seite nehmen und diese im Hinblick auf Ladezeiten optimieren. Um dies zu tun, muss man sich natürlich erst einmal einen Überblick darüber verschaffen, wie, wann und wo etwas verbessert werden kann.
Dazu nennt google einem selbst gleich zusammen mit der eingangs erwähnten Bekanntmachung ein paar nützliches Tools, die einem erlauben, seine Seite im Bezug auf die Ladezeiten zu überprüfen. Da gibt es z.B. das Firefox-Plugin PageSpeed, welches allerdings neben dem Firefox auch das Plugin Firebug erfordert.
Darüber hinaus gibt es auch noch – gerade bei Blogs – weitere Möglichkeiten, seine Seite in Hinblick auf die Ladezeit zu optimieren. Man kann z.B. dynamische Seiten cachen, damit diese nicht bei jedem Aufreu neu aus der Datenbank geniert werden müssen. Auch wer mit PlugIns arbeitet, sollte schauen, ob man nicht auf das eine oder andere verzichten kann, indem man die Funktionen der PlugIns mit ein paar Zeilen Code selbst in die eigene Seite implementiert – besonders wenn dadurch der mehrfache Aufruf von javascripts vermieden werden kann.
Auch wenn der Website-Speed derzeit in den deutschen Suchergebnissen noch keine Rolle spielt, ist es trotzdem nicht verkehrt, die Ladezeiten seiner Seite zu optimieren – Eure Besucher werden es danken.
(via seo-united.de)





Tanja sagt
am 10. April 2010 @ 17:41
Als ich das heute bei Sistrix gelesen habe, hab ich mir schon gedacht, dass es jetzt wieder rund gehen wird in der Blogosphäre und viele in die mega Hektiv verfallen *lol*.
Aber sorry, nicht nötig, denn:
- nur für google.com gültig
- nur einer von ca. 200 Rankingfaktoren
Selbst es hier mal kommen wird, gibt es noch ca. 199 weitere Rankingfaktoren und wer die alle schon im Griff hat, kann sich gerne hysterisch auf die Ladezeiten stürzen.
Das wird noch richtig lustig in der nächsten Zeit
Tim G. sagt
am 10. April 2010 @ 17:55
Hallo Tanja,
Es sind in der Tat bereits etliche Blogs, die darüber berichtet haben. Ich habe auch schon Dinge gelesen wie “das Ende der Bilder” oder die Sorge, wenn (externe) Werbebanner eingebunden sind.
Aber wie du schon schreibst, gilt es ja erstmal nur für google.com – und selbst dort für nicht einmal 1% der Seiten.
Außerdem sollte man als gewissenhafter Webmaster eh immer auch einen Blick auf die Ladezeiten haben und auch dementsprechend optimieren – egal ob google-Kriterium oder nicht.
Aber schauen wir mal, wohin das führt, wenn es denn überhaupt irgendwohin führt
Tanja sagt
am 10. April 2010 @ 18:14
Das wird noch lustig… Ich werde die Tage wohl mal einen kleinen Aufklärungsartikel vorbereiten, der die “aus dem selbst ernannten SEO Gott Ei Geschlüpften” vielleicht ein bissi durcheinander mischt
ralf.endres sagt
am 10. April 2010 @ 18:40
Endlich! Back to the Roots!
Wieder her mit den Seiten mit grauem Hintergrund, schwarzer Schrift und blauen Links. Keine überladenen Grafiken und Bilder, weg mit Audio und Videos, keine Chance für Affiliates. Was wollen wir mehr?
Gleich mal nach Lynx Ausschau halten und downloaden.
Webseiten Ladezeiten als Rankingfaktor – jetzt wird’s lustig | Crazy Girls Tipps sagt
am 11. April 2010 @ 18:59
[...] nun die Ladegeschwindigkeit zum Rankingfaktor macht, und später dann auch über Tims Artikel Ladezeiten als Rankingfaktor offiziell stolperte, vermutete ich, dass es in Kürze rund gehen wird. Die große Hektik kommt, ein Artikel [...]